Legendäre Handelsrouten, grossartige Landschaften und prachtvolle Bauten haben hier nichts an Ihrer Faszination verloren. Jahrtausende alte Kulturen und eine unvergessliche Gastfreundschaft laden Sie zu einer erlebnisreichen Reise ein.
Legendäre Handelsrouten, grossartige Landschaften und prachtvolle Bauten haben hier nichts an Ihrer Faszination verloren. Jahrtausende alte Kulturen und eine unvergessliche Gastfreundschaft laden Sie zu einer erlebnisreichen Reise ein.


Eine Rundreise durch die Osttürkei gehört zu den eindrucksvollsten Reiseerlebnissen, die man im Nahen Osten unternehmen kann. Die Region wirkt vielerorts noch ursprünglich und unverfälscht und vermittelt dem Reisenden das Gefühl, eine Landschaft zu entdecken, die ihre natürliche Kraft und ihre kulturelle Tiefe bis heute bewahrt hat. Weite Hochplateaus, stille Täler und mächtige Gebirgszüge prägen das Bild dieser faszinierenden Gegend und begleiten den Besucher auf seiner Reise durch Anatolien.
Unterwegs spürt man immer wieder die besondere Atmosphäre einer Region, die seit Jahrtausenden ein Treffpunkt verschiedener Kulturen und Zivilisationen war. Handelswege, Wanderbewegungen von Völkern und religiöse Traditionen haben hier ihre Spuren hinterlassen und der Landschaft eine außergewöhnliche historische Tiefe verliehen. Gerade diese Verbindung von Natur, Geschichte und kultureller Vielfalt macht eine Rundreise durch die Osttürkei so besonders.
Auch die Begegnungen mit den Menschen tragen wesentlich zum Reiz einer solchen Reise bei. In vielen Orten begegnet man einer herzlichen und offenen Gastfreundschaft, die tief in der Tradition der Region verwurzelt ist. Gespräche, kleine Begegnungen am Wegesrand und Einblicke in den Alltag vermitteln ein authentisches Bild des Lebens in dieser weitläufigen Landschaft.
Eine Reise durch die Osttürkei ist daher weit mehr als nur eine klassische Studienreise. Sie wird zu einer Entdeckung einer Region, die mit ihrer Weite, ihrer Geschichte und ihrer besonderen Atmosphäre einen bleibenden Eindruck hinterlässt und den Reisenden Schritt für Schritt in eine faszinierende Welt zwischen Vergangenheit und Gegenwart führt.
Flug über Istanbul nach Sivas, einer der bedeutendsten historischen Städte Zentralanatoliens, die über Jahrhunderte hinweg eine wichtige Station auf den Handelswegen zwischen Ost und West war. Nach Ihrer Ankunft werden Sie am Flughafen empfangen und zu Ihrem Hotel gebracht. Zwei Übernachtungen in Sivas geben Ihnen Zeit, sich mit der Atmosphäre dieser traditionsreichen Stadt vertraut zu machen.
Ein besonders eindrucksvoller Ausflug führt Sie heute nach Divriği. Hier besuchen Sie die berühmte Große Moschee und Krankenhaus von Divriği, die zum UNESCO-Welterbe gehört und zu den außergewöhnlichsten Bauwerken der islamischen Architektur zählt. Die Anlage wurde im 13. Jahrhundert von einem regionalen Fürsten gestiftet und beeindruckt bis heute vor allem durch ihre drei reich und filigran ornamentierten Portale, deren Steinmetzarbeiten zu den schönsten der mittelalterlichen Baukunst Anatoliens gehören. Am späten Nachmittag kehren Sie nach Sivas zurück, wo Sie die prachtvolle Gök Medrese besichtigen – eine ehemalige Hochschule aus dem 13. Jahrhundert und ein Meisterwerk seldschukischer Architektur.
Am Morgen setzen Sie Ihre Besichtigungen in Sivas fort und entdecken weitere bedeutende Bauwerke aus der seldschukischen Epoche, darunter die imposante Çifte Minareli Medrese aus dem 13. Jahrhundert sowie die Große Moschee der Stadt aus dem 12. Jahrhundert. Anschließend führt die Reise weiter nach Tokat, wo Sie bei einem kurzen Aufenthalt die mächtige Festung der Stadt erblicken und eine kleine Teepause im historischen Taş Han einlegen – einer osmanischen Karawanserei, die einst Reisenden und Händlern Schutz bot. Danach geht es weiter nach Amasya zur Übernachtung.
Die Stadt Amasya, malerisch im Tal des Yeşilırmak gelegen, gehört zu den charmantesten historischen Städten Anatoliens. Hoch über dem Fluss sind in steile Felswände die hellenistischen Felsengräber aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. gehauen, die einst den Königen von Pontos als letzte Ruhestätte dienten. Entlang der beiden Ufer des Flusses begegnen Ihnen zahlreiche Bauwerke aus der osmanischen Zeit, die vom einstigen Glanz der Stadt erzählen. Sie besichtigen den Moscheekomplex von Beyazid II. aus dem 15. Jahrhundert sowie eine Hochschule aus der Ilchanidenzeit des 14. Jahrhunderts. Ein Spaziergang entlang der gut erhaltenen osmanischen Fachwerkhäuser rundet den Besuch ab. Anschließend Weiterfahrt nach Ünye an der Schwarzmeerküste.
Die malerische Küstenstadt Ünye liegt direkt am Schwarzen Meer. Heute folgen Sie der Küstenstraße in Richtung Trabzon. Diese Strecke wird oft auch „Haselnussstraße“ genannt, da ein großer Teil der weltweiten Haselnussproduktion aus dieser Region stammt. Von Trabzon aus fahren Sie in das Pontische Gebirge hinauf zum berühmten Sumela Kloster, das spektakulär wie ein Schwalbennest an einer steilen Felswand hängt. Nach der Besichtigung kehren Sie zur Übernachtung nach Trabzon zurück.
Das historische Zentrum von Trabzon bildet die ehemalige Zitadellenstadt, deren mächtige Mauern heute nur noch teilweise erhalten sind. Sie besuchen die Kirche Hagia Sophia von Trabzon, die mit eindrucksvollen Fresken geschmückt ist. Danach führt die Reise weiter ostwärts. Unterwegs machen Sie einen Abstecher zur hochgelegenen Zilkale aus dem 14. Jahrhundert. Die Fahrt führt durch die grandiosen Landschaften des Kaçkar-Gebirge bis nach Yusufeli, wo Sie in einem einfachen Hotel übernachten.
In der Umgebung von Yusufeli ist der georgische Einfluss deutlich spürbar. In malerischer Lage besuchen Sie die georgischen Kirchen Dörtkilise und Ishan Kirche. Danach führt Ihre Reise weiter nach Kars. Am späten Nachmittag besteht die Möglichkeit, das elegante Stadtzentrum mit seinen Gebäuden aus der russischen Zeit zu entdecken.
Am frühen Morgen fahren Sie zur armenischen Grenze entlang des Arpaçay. Hier besuchen Sie die beeindruckende Ruinenstadt Ani, deren mächtige Stadtmauern, Kirchen und Kathedralen ein eindrucksvolles Bild der mittelalterlichen Metropole vermitteln. Auf der Weiterfahrt nach Süden erscheint am Horizont der majestätische Ararat, jener Berg, auf dem nach der biblischen Überlieferung die Arche Noah gelandet sein soll. In Doğubeyazıt besichtigen Sie den eindrucksvollen İshak Paşa Palast aus dem 18. Jahrhundert, bevor Sie Ihre Reise nach Van fortsetzen.
Das alte Tuşba, das historische Van, war einst Residenz der urartäischen Könige. Hier sehen Sie beeindruckende Grabkammern, die mühsam in den harten Kalkstein geschlagen wurden. Anschließend fahren Sie zum Vansee und setzen mit dem Boot zur Insel Akdamar über. Dort besuchen Sie die berühmte Heilig-Kreuz-Kirche von Akdamar aus dem 10. Jahrhundert, die besonders für ihre kunstvollen Reliefs an den Außenwänden bekannt ist. Danach Rückfahrt zum Hotel.
Heute erwartet Sie eine längere Fahrt nach Tur Abdin, dessen Name „Berg der Gottesdiener“ bedeutet und das über Jahrhunderte ein wichtiges Zentrum der syrisch-orthodoxen Kirche war. Unterwegs halten Sie an der beeindruckenden Malabadi Brücke aus dem 12. Jh. Zwei Übernachtungen in Mardin.
Die Altstadt von Mardin entdecken Sie heute zu Fuß. Alte Steinhäuser mit kunstvollen Fassaden, enge Gassen und kleine Werkstätten prägen das Bild dieser einzigartigen Stadt. Sie besuchen die Große Moschee sowie die ehemaligen Hochschulen Kasımiye Medrese und Zinciriye Medrese aus dem 14. und 15. Jahrhundert. Am Nachmittag besichtigen Sie die byzantinische Stadt Dara aus dem 6. Jahrhundert. Einer Legende nach soll hier der persische Großkönig Darius III. im Kampf gegen Alexander den Großen gefallen sein.
In der Nähe von Mardin besuchen Sie das syrisch-orthodoxe Kloster Deyrulzafaran Kloster, das im 5. Jahrhundert gegründet wurde und bis heute mehrfach restauriert worden ist. Danach fahren Sie nach Diyarbakır. Am Nachmittag entdecken Sie die bedeutenden Bauwerke der Altstadt: die Ulu Camii Diyarbakir, die aus dem Umbau einer Kirche im 7. Jahrhundert entstand, die Tigrisbrücke aus dem 11. Jahrhundert und den Hasan Pasha Han aus dem 16. Jahrhundert. Die Altstadt ist von mächtigen, rund sechs Kilometer langen Stadtmauern umgeben, die bis heute hervorragend erhalten sind.
Malatya gilt als Hauptstadt des Aprikosenanbaus in der Türkei. Hier besuchen Sie die archäologische Stätte Arslantepe (UNESCO-Welterbe), wo eine befestigte Siedlung aus dem 3. Jahrtausend v. Chr. freigelegt wurde. Anschließend besuchen Sie das archäologische Museum von Malatya, in dem viele bedeutende Funde aus den Ausgrabungen von Arslantepe ausgestellt sind.
Transfer zum Flughafen von Malatya und Rückflug. Mit im Gepäck bleiben die Eindrücke einer außergewöhnlichen Reise durch die vielfältigen Landschaften und Kulturen Ostanatoliens.
Sivas und die Umgebung:
Die Große Moschee von Divrigi, Gökmedrese, Cifte Minareli Medrese, die Große Moschee, Tas Han in Tokat
Amasya:
Hellenistische Felsengräber, Moschee Komplex von Sultan Beyazid II. osmanische Fachwerkhäusern
Trabzon und die Umgebung:
Haselnuss Straße, Sumela Kloster, Hagia Sophia Kirche, Zilkale
Kars und die Umgebung:
Georgische Kirchen Dörtkilise und Ishan, Ani, Berg Ararat, Ishak Pasha Palast in Dogubeyazit
Van und die Umgebung:
Tusba oder Alt Van, Insel Akdamar mit der Heilig-Kreuz-Kirche, Malabadi Brücke
Mardin:
Die Große Moschee, die beiden ehemaligen Hochschulen Kasimiye Medrese und Zinciriye Medrese, die byzantinische Stadt Dara, Kloster Deyrulzafaran.
Diyarbakir:
Ulu Camii Moschee,Tigris Brücke, Hasan Pasha Han, Wehrmauern
Malatya:
Aslantepe Ausgrabungen (Unesco Welt-Erbe), das archäologische Museum von Malatya