Legendäre Handelsrouten, grossartige Landschaften und prachtvolle Bauten haben hier nichts an Ihrer Faszination verloren. Jahrtausende alte Kulturen und eine unvergessliche Gastfreundschaft laden Sie zu einer erlebnisreichen Reise ein.
Legendäre Handelsrouten, grossartige Landschaften und prachtvolle Bauten haben hier nichts an Ihrer Faszination verloren. Jahrtausende alte Kulturen und eine unvergessliche Gastfreundschaft laden Sie zu einer erlebnisreichen Reise ein.


Zwischen den grünen Bergen der Schwarzmeerküste, den einsamen Weiten Ostanatoliens und den fruchtbaren Ebenen Mesopotamiens begegnen wir auf dieser außergewöhnlichen Studienreise einer Landschaft, in der sich die großen Erzählungen der Bibel, die Anfänge des Christentums und die Geschichte längst vergangener Reiche auf einzigartige Weise miteinander verbinden.
Wir folgen den Spuren Abrahams, des Stammvaters der drei monotheistischen Weltreligionen, dessen Lebensweg nach biblischer Überlieferung eng mit den alten Landschaften Mesopotamiens verbunden ist. Wir gelangen an Orte, deren Namen seit Jahrtausenden mit den großen Geschichten des Alten Testaments verbunden sind: Harran, wo Abraham seine Heimat zurückließ, die Flüsse Euphrat und Tigris, die in der biblischen Überlieferung das Land des Paradieses umgrenzen, und die Berge von Ararat, auf denen nach der Genesis die Arche Noah nach der Sintflut zur Ruhe kam.
Doch diese Reise führt noch weiter zurück und zugleich weit über die biblische Welt hinaus. In Göbekli Tepe stehen wir an einem Ort, der die Vorstellung von den Anfängen menschlicher Zivilisation grundlegend verändert hat; in Urartu begegnen wir einer Hochkultur, deren Könige ihre Burgen und Heiligtümer in die Felsen über dem Vansee meißeln ließen. In Ani, einst eine der bedeutendsten christlichen Metropolen des Mittelalters, und auf der Insel Akdamar spüren wir den Nachhall armenischer und georgischer Glaubenstraditionen. Hoch über dem Euphrat und in den Bergen des Tur Abdin begegnen wir schließlich den uralten syrisch-orthodoxen Gemeinden, deren Klöster bis heute lebendige Zeugen einer christlichen Tradition sind, die ihre Wurzeln bis in die ersten Jahrhunderte nach Christus zurückführt.
So wird die Reise zu einer Begegnung mit einer Welt, in der Bibel und Geschichte, Glaube und Macht, Mythos und Archäologie immer wieder ineinandergreifen. Zwischen den Kirchen und Klöstern des christlichen Orients, den Ruinen alter Königreiche, den Moscheen und Basaren Anatoliens und den monumentalen Heiligtümern des Nemrut erleben wir den Osten der Türkei als eine Landschaft der Erinnerung – als ein großes Buch aus Stein, dessen Seiten von den Zivilisationen des Alten Orients und den frühen Christen beschrieben wurden.
Und immer wieder sind es die großen Flüsse und Berge, die uns auf dieser Reise begleiten: das Schwarze Meer, der Vansee, der Tigris und der Euphrat, der Ararat und der Nemrut. Sie bilden die natürliche Bühne für Geschichten, die seit Jahrtausenden das religiöse Gedächtnis der Menschheit prägen.
Flug nach Trabzon und Transfer zum Hotel. Einst als Trapezunt eine bedeutende Stadt am östlichen Schwarzen Meer, lag Trabzon an einer der großen Schnittstellen zwischen byzantinischer, georgischer und orientalischer Welt. Ankunft und Übernachtung in Trabzon.
Trabzon, das antike Trapezunt, war über Jahrhunderte ein bedeutendes Zentrum des byzantinischen Christentums und bewahrte bis heute eindrucksvolle Zeugnisse seiner griechisch-christlichen Vergangenheit. In der ehemaligen Hagia-Sophia-Kirche aus dem 13. Jahrhundert betrachten wir die erhaltenen Fresken und erinnern uns an eine Epoche, in der Byzanz seine geistige und politische Ausstrahlung bis an die Ufer des Schwarzen Meeres trug. Anschließend führt unser Weg in die bewaldeten Berge des Pontos. Wie ein Adlerhorst klebt dort das Sumela-Kloster an einer schroffen Felswand – ein Ort, an dem sich Natur und Glaube auf geradezu dramatische Weise verbinden. Seit Jahrhunderten suchten hier Mönche die Abgeschiedenheit der Berge, um fern von den weltlichen Zentren ihr Leben dem Gebet zu widmen.Weiterfahrt entlang der Schwarzmeerküste nach Hopa. Übernachtung.
260 km
Wir verlassen die Küste und fahren hinauf in die Bergwelt des Kaukasusvorlandes, in eine Landschaft, die einst zu den bedeutendsten Regionen des georgischen Christentums gehörte. Im sogenannten „georgischen Athos“ begegnen wir einer außergewöhnlichen Dichte mittelalterlicher Kirchen und Klöster. Wir besichtigen die georgischen Kirchen von Dörtkilise und Ishan, stille Zeugen einer Epoche, in der sich das Christentum tief in den Bergen des östlichen Anatoliens verwurzelte. Am Abend erreichen wir Kars. Übernachtung.
370 km
Kars erinnert mit seinen eleganten Häusern noch heute an die Zeit der russischen Herrschaft. Über der Stadt erhebt sich die mittelalterliche Zitadelle, deren Ursprünge bis ins 12. Jahrhundert zurückreichen. Doch der Höhepunkt des Tages erwartet uns weiter östlich: Ani, die einstige Hauptstadt der Bagratiden. Im Mittelalter war Ani eine der großen Metropolen des armenischen Christentums. Kirchen, Kathedralen und Klöster machten die Stadt zu einem geistlichen Zentrum, das in seiner Blütezeit als „Stadt der 1001 Kirchen“ bezeichnet wurde. Zwischen den Ruinen lassen wir die einstige Größe dieser christlichen Stadt auf uns wirken. Danach führt unsere Route durch die gewaltige Landschaft des Ararat (1. Mose 8:4; 2. Kön 19:37; Jes 37:38; Jer 51:27; Tob 1:21). Der schneebedeckte Berg erscheint am Horizont – jener mythische Gebirgsraum, in dem die Genesis die Arche Noah nach der Sintflut zur Ruhe kommen lässt. Am Abend erreichen wir Doğubayazıt. Hier besuchen wir den prachtvollen Ishak-Pascha-Palast, der sich wie eine steinerne Karawanserei über die Ebene erhebt. Übernachtung in Doğubayazıt.
190 km
Wir fahren weiter nach Süden und erreichen den Vansee, dessen tiefblaues Wasser von den kargen Bergen Ostanatoliens eingerahmt wird. Unser Ziel ist das alte Van, das antike Tušpa, einst Hauptstadt des Reiches von Urartu. Bereits im 9. Jahrhundert v. Chr. errichteten die urartäischen Könige hier ihre Residenz auf einem gewaltigen Felsen. In die Felsen gehauene Grabkammern und Keilschriftinschriften erinnern an eine Hochkultur, die lange vor der christlichen Zeit in dieser Region ihre Spuren hinterließ. Bei Çavuştepe begegnen wir einem weiteren bedeutenden Zentrum Urartus. Reste von Palastanlagen, Heiligtümern, Vorratsräumen und Zisternen erzählen von einer hochentwickelten Zivilisation, deren Herrscher die karge Landschaft mit gewaltigen Festungen beherrschten. Übernachtung in Van.
250 km
Entlang des Vansees fahren wir nach Gevaş und setzen zur Insel Akdamar über. Hier erhebt sich die Kirche zum Heiligen Kreuz, ein Meisterwerk armenischer Sakralarchitektur aus dem 10. Jahrhundert. Besonders eindrucksvoll sind die kunstvollen Reliefs an den Außenwänden: Könige, Propheten und Szenen aus dem Alten Testament sind in den Stein gemeißelt und erzählen Geschichten, die seit Jahrtausenden zum geistigen Erbe des Christentums gehören. Auf der stillen Insel, umgeben vom Wasser des Vansees und den gewaltigen Bergen Ostanatoliens, wird die Verbindung zwischen Landschaft, Bibel und christlicher Kunst unmittelbar erfahrbar. Weiterfahrt nach Tatvan. Übernachtung.
150 km
Früh am Morgen brechen wir nach Süden auf. Am Batman-Fluss begegnen wir der eindrucksvollen Malabadi-Brücke, einem Meisterwerk mittelalterlicher Artukidenarchitektur. Dann erreichen wir den Tigris, einen der großen Ströme der biblischen Welt. Gemeinsam mit dem Euphrat gehört er zu jenen Flüssen, die seit der Antike mit der Landschaft Mesopotamiens und mit der Erinnerung an das Paradies verbunden werden. Unser eigentliches Ziel aber ist der Tur Abdin, der „Berg der Knechte Gottes“. Seit der Spätantike ist diese Hochfläche eines der bedeutendsten Zentren des syrisch-orthodoxen Christentums. Zwischen den kargen Bergen liegen alte Dörfer, Kirchen und Klöster, in denen die aramäische Tradition des Christentums über viele Jahrhunderte bewahrt wurde. Wir besuchen das ehrwürdige Kloster Mor Gabriel, eines der ältesten noch bestehenden syrisch-orthodoxen Klöster der Welt. In der Stille seiner Mauern wird die lange Geschichte des orientalischen Christentums besonders eindrucksvoll spürbar. Am Abend erreichen wir Mardin, die Stadt aus hellem Kalkstein, die sich wie ein steinernes Amphitheater über die mesopotamische Ebene erhebt. Zwei Übernachtungen in Mardin.
380 km
Ein ganzer Tag für Mardin, eine der faszinierendsten Städte des Südostens der Türkei. Wir spazieren durch die engen Gassen der Altstadt, vorbei an kunstvoll bearbeiteten Steinhäusern, Innenhöfen und Treppen, die sich den Hang hinaufziehen. Wir besuchen die Große Moschee, die Zinciriye-Medrese und die Kasimiye-Medrese und erleben dabei das Nebeneinander verschiedener religiöser und kultureller Traditionen, die diese Region über Jahrhunderte geprägt haben. Anschließend fahren wir nach Dara, einst eine bedeutende Stadt des spätantiken oströmischen Reiches. Zwischen gewaltigen Zisternen, unterirdischen Anlagen und Ruinen lässt sich die strategische Bedeutung dieses Ortes an der Grenze zwischen den großen Reichen des Alten Orients erahnen. Zum Abschluss besuchen wir das Kloster Deyrulzafaran, eines der geistigen Zentren der syrisch-orthodoxen Kirche. Hier begegnen wir einer christlichen Tradition, deren liturgische Sprache Aramäisch ist – jene Sprache, die uns unmittelbar in die Welt des frühen Christentums zurückführt. Rückkehr nach Mardin. Übernachtung.
Wir verlassen Mardin und fahren in Richtung Urfa, in eine Landschaft, die seit Jahrtausenden mit den großen Erzählungen der Menschheit verbunden ist. Bei Göbekli Tepe, einer rund 12.000 Jahre alten Kultstätte, stehen wir an einem Ort, der unsere Vorstellungen von den Anfängen organisierter Religion und menschlicher Gesellschaft neu geprägt hat. Lange vor den großen Zivilisationen Mesopotamiens errichteten Menschen hier monumentale Steinpfeiler – ein faszinierender Blick in eine Welt, die noch vor den schriftlich überlieferten Religionen lag. Anschließend erreichen wir Harran, das biblische Haran (1. Mose 11:31-32; 12:4-5; 27:43; 28:10; 29:4; Apg 7:2-4) . Nach der Überlieferung des Alten Testaments zog Abraham von hier weiter in das Land, das Gott ihm verheißen hatte. So wird Harran zu einem der symbolischen Orte auf unserer Reise durch die Welt des Alten Testaments. Wir besichtigen die charakteristischen bienenstockförmigen Häuser, die Festung und die eindrucksvollen Reste des mittelalterlichen Universitäts- und Moscheekomplexes. Weiterfahrt nach Şanlıurfa. Übernachtung.
310 km
Şanlıurfa, das alte Edessa, gilt in der religiösen Überlieferung als eine der wichtigsten Städte Mesopotamiens. Nach islamischer Tradition befindet sich hier die Geburtsgrotte Abrahams; auch die nahegelegene Kultstätte mit ihren heiligen Teichen ist eng mit den Abraham-Legenden verbunden. Wir unternehmen einen Spaziergang durch die historische Altstadt und ihren orientalischen Basar und begegnen einer Stadt, in der jüdische, christliche und islamische Traditionen auf besondere Weise ineinander greifen. Danach wenden wir uns dem Euphrat zu. Der große Strom, der gemeinsam mit dem Tigris die Landschaft Mesopotamiens prägt, begleitet uns auf unserem Weg zum Nemrut. Am Nachmittag erreichen wir den Nemrut Dağı. Auf dem Gipfel erhebt sich das monumentale Heiligtum des kommagenischen Königs Antiochos I. – gewaltige Steinköpfe und Götterfiguren, die einst ein königliches Heiligtum bewachten. Unterwegs sehen wir die römische Brücke aus dem 2. Jahrhundert, die geheimnisvolle Kultstätte von Arsameia am Nymphaios und den Grabhügel Karakuş. Übernachtung in Adıyaman.
260 km
Unser letzter großer Reisetag führt uns an den Euphrat. Bei Halfeti steigen wir in ein Boot und fahren durch die stille, von Wasser und Felsen geprägte Landschaft nach Rumkale, der eindrucksvollen Festung über dem Fluss. Rumkale war über Jahrhunderte ein strategischer und religiöser Ort. Einer christlichen Überlieferung zufolge soll Apostel Johannes hier während der römischen Zeit gelebt haben; auch die Anfertigung beziehungsweise Aufbewahrung früher Bibelhandschriften wird mit diesem Ort in Verbindung gebracht. Zwischen den Mauern der Festung lassen wir die lange Geschichte Revue passieren: Römer, Byzantiner und verschiedene mittelalterliche Herrschaften hinterließen hier ihre Spuren. Anschließend fahren wir weiter nach Gaziantep. Im Zeugma-Mosaik-Museum begegnen wir schließlich den farbenprächtigen Mosaiken einer untergegangenen antiken Welt. Die feinen Darstellungen lassen das Leben der römischen Oberschicht am Euphrat noch einmal lebendig werden. Übernachtung in Gaziantep.
180 km
Eine Reise geht zu Ende, doch die Bilder bleiben: die Kirchen von Trabzon und Ani, die Einsamkeit des Ararat, das blaue Wasser des Vansees, die steinernen Klöster des Tur Abdin, die alten Flüsse Tigris und Euphrat, Harran und Urfa, der monumentale Nemrut und die Festung von Rumkale. Wir verlassen eine Landschaft, in der sich über Jahrtausende hinweg die großen Geschichten des Alten Testaments, die Anfänge des Christentums und die Kulturen des Alten Orients begegnet sind – eine Landschaft, in der Geschichte nicht nur in Büchern bewahrt wird, sondern in Bergen, Flüssen, Kirchen und Steinen bis heute gegenwärtig bleibt. Transfer zum Flughafen von Gaziantep und Rückflug.
Trabzon und Umgebung:
Hagia Sophia, Sumela Kloster
Umgebung von Artvin:
Georgische Kirchen Dörtkilise und Ishan
Umgebung von Kars:
Ani, die Residenz der Bagraditen Dynastie, der Biblische Berg Ararat, Ishak Pascha Palast in Dogubayazıt
Umgebung von Van:
Tušpa und Cavustepe, die Residenzen der urartäischen Könige, die Insel Akdamar auf dem Van See mit der Heilig-Kreuz-Kirche
Mardin und Umgebung:
Die Artukiden Brücke Malabadi auf dem biblischen Fluss Tigris, Tur Abdin, Berg der Knechte, Mor Gabriel bei Midyat, Altstadt von Mardin, Zinciriye Medrese, die antike Stadt Dara, Deyrulzafaran Kloster
Urfa und Umgebung:
Steintempel Göbeklitepe, Harran, der biblische Haran, die Geburtsgrotte von Abraham
Umgebung von Adiyaman:
Nemrut Berg, die römische Brücke, Arsameia am Nymphaios, Karakus
Halfeti:
Rumkale, die Römerfestung
Gaziantep:
Das Zeugma Mosaik Museum