Legendäre Handelsrouten, grossartige Landschaften und prachtvolle Bauten haben hier nichts an Ihrer Faszination verloren. Jahrtausende alte Kulturen und eine unvergessliche Gastfreundschaft laden Sie zu einer erlebnisreichen Reise ein.
Legendäre Handelsrouten, grossartige Landschaften und prachtvolle Bauten haben hier nichts an Ihrer Faszination verloren. Jahrtausende alte Kulturen und eine unvergessliche Gastfreundschaft laden Sie zu einer erlebnisreichen Reise ein.


Anatolien gehört zu jenen Landschaften der Welt, in denen sich frühe Spuren des christlichen Glaubens auf besondere Weise verdichten. Schon im 1. Jahrhundert n. Chr., als die junge Kirche ihre ersten Schritte tat und die Botschaft des Evangeliums durch die Apostel in die Welt hinausgetragen wurde, spielte diese Region eine bedeutende Rolle.
Doch auch Jahrhunderte später, im 4. Jahrhundert, als das Christentum begann, sich als Weltreligion zu entfalten, wurde Anatolien erneut zum Schauplatz entscheidender Ereignisse der Kirchengeschichte. Hier versammelten sich die Kircheväter, Bischöfe und Theologen aus allen Teilen der damaligen christlichen Welt – um gemeinsam über die grundlegenden Fragen des Glaubens zu beraten. In Gebet, theologischer Suche und intensiven Diskussionen entstanden Entscheidungen, die den Weg der Kirche bis heute prägen.
Die ersten sieben ökumenischen Konzilien fanden in Anatolien statt. Besonders die ersten vier dieser großen Versammlungen legten das Fundament der christlichen Lehre über die Person Jesu Christi und prägten damit nachhaltig das Verständnis des Glaubens in Ost und West.
Diese Reise führt Sie zu den historischen Orten, an denen diese bedeutenden Konzilien stattfanden. Sie ist mehr als eine Studienreise – sie wird zu einer Pilgerfahrt durch Landschaften, in denen über Jahrhunderte hinweg der Glaube gestaltet, vertieft und verteidigt wurde.
Flug nach Istanbul und Transfer zu Ihrem Hotel. Schon bei Ihrer Ankunft spüren Sie die besondere Atmosphäre dieser einzigartigen Metropole zwischen Europa und Asien. Über Jahrhunderte hinweg war Konstantinopel das geistliche und politische Zentrum des christlichen Ostens. Zwei Übernachtungen in Istanbul.
In Istanbul, dem einstigen Konstantinopel, fanden drei ökumenische Konzilien statt – das zweite, fünfte und sechste Konzil. Als Hauptstadt des römischen und später des byzantinischen Reiches war die Stadt über viele Jahrhunderte hinweg eines der wichtigsten Zentren der christlichen Welt. In der historischen Altstadt (UNESCO-Welterbe) begegnen Sie bedeutenden Zeugnissen dieser Geschichte. Sie besuchen die Hagia Sophia, die „Kirche der Heiligen Weisheit“, die im 6. Jahrhundert errichtet wurde und über Jahrhunderte als größte Kirche der Christenheit galt – ein Meisterwerk byzantinischer Architektur und ein Symbol christlicher Spiritualität. Unweit davon erhebt sich die Blaue Moschee aus dem 17. Jahrhundert. Ein Spaziergang führt Sie über das historische Hippodrom mit seinen eindrucksvollen Denkmälern sowie zum Deutschen Brunnen. Beim Bummel durch den Großen Basar erleben Sie schließlich das lebendige orientalische Flair dieser Stadt, bevor Sie die Süleymaniye Moschee besuchen – das bedeutendste Bauwerk des osmanischen Istanbul.
Zu den schönsten Kirchen Istanbuls zählt die Chora Kirche aus dem 11. Jahrhundert. Ihre kostbaren Mosaiken und Fresken gehören zu den eindrucksvollsten Meisterwerken byzantinischer Kunst und erzählen in leuchtenden Bildern von der Heilsgeschichte. Im Topkapi-Palast begegnen Sie der Welt der osmanischen Sultane. Im äußeren Hof des Palastes befindet sich die Irenen Kirche – eine der ältesten Kirchen der Stadt. Hier tagte im Jahr 381 das zweite ökumenische Konzil – ein Ereignis von großer Bedeutung für die Entwicklung der frühen Kirche.
Mit dem Schiff setzen Sie auf die asiatische Seite Istanbuls über und erreichen Chalkedon – den Ort des vierten ökumenischen Konzils. Nach einem Spaziergang durch diesen geschichtsträchtigen Stadtteil verlassen Sie Istanbul und fahren weiter nach Iznik, dem antiken Nicäa. Hier versammelten sich im Jahr 325 n. Chr. die Bischöfe der Kirche auf Einladung von Kaiser Konstantin zum ersten ökumenischen Konzil. In Nicäa wurden grundlegende Aussagen des christlichen Glaubens formuliert, die bis heute von zentraler Bedeutung sind. Auch das siebte ökumenische Konzil fand hier statt – in der Hagia Sophia Kirche von Nicäa, die bis heute erhalten geblieben ist. Vor kurzem sind die Grundmauer der Basilika von St. Neopythos am Ufer von Iznik See ans Tageslicht geraten, wo sich zum 1700-jährigen Jubiläum des Konzils am 28. November 2025 Papst Leo XIV. und der Ökumenische Patriarch Bartholomäus I. zu einem ökumenischen Gebetstreffen am archäologischen Areal der Basilika trafen. Nach der Besichtigung fahren Sie weiter nach Bursa zur Übernachtung.
Bursa war die erste große Residenzstadt der Osmanen und wurde zum Ausgangspunkt eines Reiches, das über Jahrhunderte hinweg die Geschichte dieser Region prägen sollte. Bei Ihren Besichtigungen entdecken Sie bedeutende Bauwerke aus der frühen osmanischen Zeit: die Grüne Moschee, das Grüne Mausoleum, die Große Moschee sowie den historischen Seidenbasar Kozahan. Im nahe gelegenen Dorf Cumalikizik begegnen Sie schließlich einem der am besten erhaltenen osmanischen Dorfbilder Anatoliens. Weiterfahrt nach Bergama zur Übernachtung.
Hoch über der heutigen Stadt Bergama erhebt sich die Akropolis von Pergamon (Offb 1,11; 2, 12-17). Nach der Offenbarung des Johannes befand sich hier der „Thron des Satans“. Auf der Akropolis entdecken Sie bedeutende Bauwerke der Antike, darunter das steilste Theater Anatoliens, den restaurierten Trajan-Tempel sowie die Überreste der königlichen Paläste. Anschließend fahren Sie nach Smyrna (Offb 1:11; 2:8-11), eine der sieben Gemeinden der Offenbarung. Sie besuchen die Agora von Smyrna und erkunden das lebendige Zentrum dieser historischen Stadt. Weiterfahrt nach Kusadasi. Zwei Übernachtungen im Raum Kusadasi.
Ephesus (Apg 18:19-24; 19:1-35; 20:16-17; 1.Kor 15:32; 16:8; Epheser Brief; 1.Tim 1:3; 2.Tim 1:18; 4:12 Offb 1:11; 2:1-7) zählt zu den bedeutendsten Städten der biblischen Welt. Hier predigten der Apostel Paulus und der Apostel Johannes. Eine der sieben Gemeinden der Offenbarung befand sich in dieser Stadt. Im Jahr 431 trat hier das dritte ökumenische Konzil zusammen. In der Marienkirche wurde damals die bedeutende Frage diskutiert, ob Maria als Theotokos – Gottesgebärerin – bezeichnet werden solle. Während Ihres Rundgangs durch die beeindruckenden Ruinen der antiken Metropole begegnen Sie zahlreichen Zeugnissen dieser großen Geschichte. Ein besonderer Höhepunkt ist das gewaltige Theater, das bis zu 24.000 Menschen Platz bot und als Paulus-Theater bekannt ist. Sie sehen auch die Überreste der Marienkirche sowie die Ruinen der Johannes-Basilika, die im 6. Jahrhundert über dem Grab des Apostels errichtet wurde. Anschließend fahren Sie auf den Nachtigallenberg zum Haus der Mutter Maria, wo sie der Überlieferung nach ihre letzten Lebensjahre verbracht haben soll.
Transfer zum Flughafen von Izmir und Rückflug. Mit vielen Eindrücken kehren Sie von einer besonderen Pilgerreise zurück – einer Reise zu den Orten, an denen wichtige Entscheidungen der frühen Kirche getroffen wurden und an denen die Geschichte des christlichen Glaubens bis heute spürbar ist.
Istanbul:
Hagia Sophia, Blaue Moschee, Hippodrom, Deutscher Brunnen, Großer Basar, Süleymaniye Moschee, Topkapi Palast, Irenen Kirche, Chora Kirche
Iznik:
Hagia Sophia Kirche, St. Neophytos Basilika, Stadtmauern
Bursa:
Grüne Moschee, das Grüne Mausoleum, die Große Moschee, Kozahan, Cumalikizik
Bergama:
Pergamon Akropolis
Izmir:
Smyrna Agora. Spaziergang in der Stadt
Kusadasi:
Ephesus, Marienkirche, Johannes Basilika, Haus von Mutter Maria