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Legendäre Handelsrouten, grossartige Landschaften und prachtvolle Bauten haben hier nichts an Ihrer Faszination verloren. Jahrtausende alte Kulturen und eine unvergessliche Gastfreundschaft laden Sie zu einer erlebnisreichen Reise ein.

Pilgerreisen

Pilgerreisen

Obwohl das Christentum seine Wurzeln im Heiligen Land des Nahen Ostens hat, wurde sein Glaube, seine Verkündigung und seine geistige Gestalt in Kleinasien, dem heutigen Anatolien, auf besondere Weise geprägt und von hier aus in viele Regionen der damaligen Welt getragen. Nach der Kreuzigung Jesu Christi führten die Wege seiner Apostel vielfach nach Anatolien – in ein Land, das schon früh zu einer geistigen Brücke zwischen Orient und Okzident wurde. Hier gründeten sie Gemeinden, verkündeten das Evangelium und legten die Fundamente einer Kirche, die sich von hier aus über die Grenzen des Römischen Reiches hinaus ausbreiten sollte.

So gründete der Apostel Petrus in Antakya, dem antiken Antiochia am Orontes, die erste christliche Gemeinde. Von hier aus brach der Apostel Paulus zu seinen großen Missionsreisen auf, die ihn über weite Strecken Anatoliens führten und die Botschaft Christi in zahlreiche Städte und Landschaften trugen. Der Überlieferung nach kam auch der Apostel Johannes gemeinsam mit Mutter Maria nach Westanatolien. Die Christen der Region glauben, dass sich ihr Grab in der Nähe der antiken Stadt Ephesus befindet – ein Ort stiller Verehrung und tiefer spiritueller Bedeutung.

Auch die politische Geschichte des Christentums ist eng mit diesem Land verbunden. Das erste Reich, das das Christentum zur Staatsreligion erhob, entstand in Ostanatolien. Und der römische Kaiser Konstantin der Große, der dem christlichen Glauben den Weg zu einer Weltreligion ebnete, regierte von Konstantinopel, dem heutigen Istanbul – einer Stadt, die über Jahrhunderte hinweg zu einem der bedeutendsten geistlichen und kulturellen Zentren der Christenheit wurde.

Auch die biblische Überlieferung verweist immer wieder auf diese Landschaft. Alle sieben Gemeinden der Offenbarung aus der Bibel lagen in Westanatolien, und auch die ersten der sieben ökumenischen Konzile, auf denen die Grundlagen des christlichen Glaubens und der kirchlichen Lehre formuliert wurden, fanden auf anatolischem Boden statt. Zahlreiche Heilige haben hier gelebt und gewirkt, unter ihnen der berühmte St. Nicholaus. Auch viele der Vierzehn Nothelfer werden mit Orten dieser Region verbunden.

Darüber hinaus erinnern zahlreiche Orte Anatoliens an Ereignisse aus der biblischen Geschichte des Alten Testaments. Wer durch dieses Land reist, kann den majestätischen Mount Ararat sehen, der seit Jahrhunderten mit der Überlieferung der Arche Noah verbunden wird, sowie Städte wie Sanliurfa, das antike Edessa, oder Haran besuchen – Orte, die in der Tradition mit Abraham und den frühen biblischen Erzählungen verbunden sind. Auch ein bedeutender Teil der Geschichte der Kreuzzüge, die sowohl im Morgenland als auch im Abendland tiefe Spuren hinterließen, spielte sich auf dem Boden Anatoliens ab.

Als die katholischen Bischöfe der Türkei im Jahr 1994 ihren Ad-Limina-Besuch in Rom absolvierten, bezeichnete der Papst Anatolien als „ein heiliges Land der Urkirche“. Vier Jahre später, im Jahr 1998, veranstaltete der Päpstliche Rat für die Menschen unterwegs seinen fünften Internationalen Kongress für Tourismuspastoral in Ephesus. Kardinal Cheli erklärte in seinem Einladungsschreiben, dass Anatolien gerade wegen seiner herausragenden Bedeutung für die Geschichte des Christentums als Tagungsort gewählt worden sei. So wie Palästina das Land Jesu sei, so könne man Anatolien als das Land der Kirche bezeichnen.

Auch in jüngster Zeit wurde diese geistliche Bedeutung erneut sichtbar: Papst Leo XIV. und der orthodoxe Patriarch Bartholomaios I. reisten am 28.11.2025 anlässlich des 1700-Jahres-Jubiläums nach İznik und hier fand ein ökumenisches Gottesdienst statt, wo im Jahre 325 nach Christus das Konzil von Nizäa tagte – also dorthin, wo Christen erstmals gemeinsam bekannten, wer Christus ist.

Eine Pilgerreise durch Anatolien ist deshalb weit mehr als eine Reise durch beeindruckende Landschaften oder antike Städte. Sie ist zugleich eine geistliche Wanderung zu den Ursprüngen des christlichen Glaubens. Sie führt zu den Stätten der Paulusreisen, zu den Gemeinden der Apokalypse und zu den Orten der großen Konzile, an denen die Grundlagen der christlichen Theologie gelegt wurden.

Hier, in diesem Land zwischen Orient und Okzident, können Sie den Ursprüngen des Christentums auf besondere Weise nahekommen – nicht nur historisch und kulturell, sondern auch geistlich und innerlich. Eine Pilgerreise durch Anatolien wird so zu einer Reise des Glaubens, der Besinnung und der Begegnung mit den Wurzeln der christlichen Tradition.

Ost Anatolien im Alten Testament

12 Tage / 11 Nächte

Das christliche Erbe in Kilikien und in Kappadokien

7 Tage / 6 Nächte

Die sieben Gemeinden der Apokalypse

7 Tage / 6 Nächte

Die Städte der Konzile

8 Tage / 7 Nächte

Auf den Spuren von Apostel Paulus

12 Tage / 11 Nächte

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